Sonntag, 11. April 2010

28.03.2010 - DAY 72 - Flo's Going To Lappland 04

Heute ging es bald nach dem Frühstück nach Pyhä, einem Wintersportgebiet etwa eine Stunde entfernt. Leider hatten wir nicht das beste Wetter und so versanken wir bei ständigem Schneefall bald bis zur Hüfte im Weiß. Der Hike, zum gefrorenen Wasserfall fiel somit in die Hose, Romain, Asye, Alberto, ich und die anderen, hatten aber trotzdem einen großartigen Tag. Ich werde nie vergessen, wie wir versuchten in einer Hütte, rund um ein Lagerfeuer, unsere nassen Sachen trocken zu bekommen…
Bild 01: Ausflug nach Pyhä. Zu einem gewissen Zeitpunkt stand uns allen der Schnee bis zum Nabel...

Am Abend, hatte ich endlich mal mehr Kraft, mein Köper schien sich auf die Anstrengungen eingestellt zu haben, und so besuchte ich das erste Mal in während diesen Tagen, die Sauna. Dazu muss ich sagen, dass ich schon mehrmals Saunas besuchte und auch schon bei Aufgüssen dabei war, doch was sich hier, mit knappen fünfzig Erasmus Studenten abspielte, war etwas völlig neues für mich. Unsere finnischen Kollegen hatten uns beigebracht, wie die typische Sauna funktionierte. Grundsätzlich besteht sie aus permanenten Aufgüssen.
Bild 02: Ayse + Ich. Foto powered by A. B.

Man kann verstehen, dass ich die eisige Abkühlung im Wasser des gefrorenen Sees, nach jeder Tour sehr begrüßte. Um auf den Weg zwischen Saunahaus und See nicht auszurutschen, trugen wir Socken, die ich beide sofort beim ersten Bad verlor. Ich kann es mir bis heute nicht erklären, wie ich das zu Wege bringen konnte…

Den letzten Abend in Lappland, in unserer Hütte, zelebrieren meine „Mitbewohner“ und ich wieder vorm Feuer, mit Rotwein und Käse. Gott wie vermisse ich diese Stunden, sie waren fast zu schön um wahr zu sein…
Bild 03: Der offene kamin in unsere Cottage. Noch kitschiger gehts nimma...

27.03.2010 - DAY 71 - Flo's Going To Lappland 03

Diesen Tag verbrachten wir in Korvalla. Wir hatten Zeit, die Umgebung zu erkunden und die Angebote in Anspruch zu nehmen, die uns geboten wurden. Wer mich kennt, der weiß, dass ich nicht gerade DER Wintersportler bin, aber naja, es gab hier Langlaufski auszuborgen und ich dachte mir bei zwei Großvätern die super zu Ski sind und einem Papa, der Skilehrer war, musst wenigstens ein kleines Fünkchen von Talent irgendwo in mir stecken…
Bild 01: meine ersten "Schritte"... Fotos powered by A.B.

…die ersten zehn Minuten konnte ich davon nicht viel erkennen. Sie waren eher extrem anstrengend und mühevoll, doch danach bekam ich einen gewissen Rhythmus. Die Anstrengung war weg und ich konnte die wunderbare Landschaft erkunden. Irgendwann befand ich mich auf der Husky-Route und musste denen auch mal ausweichen, als sie mir entgegenkamen. Fern von aller Zivilisation, traf ich dann auf eine langlaufende Finnin, die mich nicht verstand und ich sie auch nicht… Doch unsere beiden roten Gesichter sprachen mehr als Worte und so verabschiedeten sich die alte Dame und ich in the middle of nowhere.
Bild 02: ...und all das was ich auf meinem Ausflug erkunden durfte.

Eigentlich wollte ich ja die Größere Runde mit den Rentieren machen, doch leider fand sich nur eine weitere interessierte Person, sodass dieser Plan ins Wasser fiel. Alberto und ich hatten jedoch dann das Glück, uns kurzfristig als letzte für die Husky-Safari eintragen zu können, sodass wir unsere Schlitten die ganze Route selbst steuern durften.
Bild 03: Diese Freiheit und dieses einmalige Gefühl am Husky Schlitten werde ich hoffentlich niemals vergessen. Gott sei Dank, fuhr Alberto vorne, sodass ich dieses Foto bekommen konnte. Fotos powered by A.B.

26.03.2010 - DAY 70 - Flo's Going To Lappland 02

Etwas verschlafen, nach einer vorwiegend ruhigen Nacht, kamen wir im Norden Schwedens and und nahmen den gemieteten Bus über die Grenze – Richtung arktischen Kreis. Zuvor jedoch machten wir beim „Snow Castle“ halt, einer typischen Touristen Attraktion. Wiederum war es die Gesellschaft der anderen, die selbst diesen Besuch nicht nur erträglich, sondern auch amüsant machte.
Bild 01: Das Snow Castle in Kemi, Finland. Ok, rückblickend muss ich schon zugeben, dass die ganzen Eisskulbturen wirklich schön in Szene gesetzt wurden.

Und dann endlich, hatten wir unser Ziel erreicht: Korvala. Ein von einer Familie geführtes Unternehmen, das schon seit vielen Jahren Reisende in kleinen, aber feinen Cottages beherbergt. Der ganze Gelände war wirklich wunderschön und einfach hinreißend und vielleicht auch einen kleinen Hauch zu perfekt. Doch das störte mich nicht im Geringsten, denn zu der Perfektion zählte auch, dass meine Gefährten und ich, die größte und wahrscheinlich auch schönste Cottage bekamen. Neben einer eigenen Sauna hatten wir auch einen großen offenen Kamin, in dem wir an den kommenden Abenden das Feuer anzünden würden.
Bild 02: Alberto und Ayse die gerade dabei sind einen Scheeengel zu kreieren... Im Hintergrund das verträumte Gelände von "Korvala".

Die Gastgeberin begrüßte uns sehr freundlich und nach kurzer Zeit hatten wir auch schon unseren „Schnupperkurs“ in Sachen Rentier- und Husky-Schlittenfahren. Das alles war so irreal für mich, ich meine von dieserlei Dingen habe ich gelesen und Dokumentationen darüber gelesen, doch ich hätte mir nicht träumen lassen, das ich es selbst mal ausprobieren würde.
Bild 03: Rentiere, Huskies, die glückliche Ayse und Alberto den alle Hunde liebten...
Gefolgt wurde das Ereignis von eine ausgezeichneten Dinner Büfett im Haupthaus des Geländes das bis zum Dachboden wunderbar restauriert und dekoriert war.

25.03.2010 - DAY 69 - Flo’s Going To Lappland 01

Ausgeschlafen wurden die letzten Punkte auf der Liste für Lappland abgehakt. Und so konnte es dann am frühen Nachmittag auch schon los gehen. Zusammen mit Ayse und Alberto, traf ich die anderen und gemeinsam fuhren wir mit dem Zug nach Stockholm, wo der nächste schon auf uns wartete: Ein Liegewagen, der erste in meinem Leben und ich war sehr aufgeregt.

Liegewägen und Zugreisen, stellte ich mir oft wie den Orientexpress von Agatha Christie vor – halt ohne den Mörder. Und auch wenn das angestrebte Bild nicht vollends erfüllt wurde, muss ich sagen, dass sie Reise sehr bequem und angenehm war. Es kommt nun eben wirklich darauf an in wessen Gesellschaft man reist – ich war sehr glücklich mit Ayse, Romain und Alberto.

Samstag, 10. April 2010

24.03.2010 - DAY 68

Ich verbrachte den Tag an der Uni um wenigstens ein bisschen weiter zu kommen – obwohl ich mir eingestehen musste, dass ich mit meinem Projekt nicht rechtzeitig fertig werden würde. Ein erstes Mal für mich und ich muss zugeben, dass ich das Gefühl nicht wirklich mag. Ich weiß, es gibt noch Termine, an denen man den Film abgeben kann – doch es fühlt sich einfach nicht so gut an.
Bild 01: portraitiert von meiner guten Freundin Anna aus Eskilstuna.
http://WWW.IKIMONO.SE
http://djurtv.blogg.se/

23.03.2010 - DAY 67

Viel zu früh auf der Uni und der Tag versprach einiges an Arbeit. In Eskilstuna konnte ich meine Freundin Anna dazu überreden, für mich den Text für meinen Animationsfilm zu sprechen – in Englisch natürlich. Da mein Themengebiet ja Tornados sind, habe ich mir gedacht, es wäre nett Dorothy aus dem Zauberer von Oz als Sprecher zu heben. Als jemand, der vom Tornado hinfort gerissen wurde, sollte sie bestens mit dem Thema vertraut sein.

Am Nachmittag besorgte ich noch einige Sachen für den Lappland Trip, denn ich hatte keine Lust in der Arktis zu erfrieren. So kaufte ich einen neuen, dickeren Schal, warme Handschuhe und Skiunterwäsche, die mir eigentlich nicht wirklich sympathisch war.

Den traurigen Höhepunkt des Abends, stellte die Abschiedsparty unserer [zum größten Teil] niederländischen Freunde dar, die nur ein halbes Semester gekommen waren, und nun, als es langsam Frühling wird, ihre Sachen packen müssen…

Samstag, 3. April 2010

22.03.2010 - DAY 66

Für alles gibt es ein erstes Mal. Heute durften Lucas und ich eines dieser ersten Male etwas unfreiwillig erleben. Als wir uns eine Stunde vorm Schwedischunterricht zusammensetzten um die Hausaufgaben zu machen – so wie wir das bis jetzt immer gehandhabt hatten – mussten wir feststellen, das wir diesmal einfach nicht im Stande waren die Aufgaben zu lösen. Bestimmte und unbestimmte Formen der Adjektive und Substantive sind nun mal [wenigstens für mich] nicht gerade die leichteste Übung der Grammatik.

Ich war wieder einmal zu früh auf der Uni um wenigstens keine Ablenkungen vor zu finden. Endlich war ich auch in der Lage wirkliche Fragen im Unterricht zu stellen, denn mittlerweile hatte ich im Programm schon so einiges ausprobiert. Mattias, unser Professor konnte Licht in mein Dunkel bringen und so erlebte ich, das erste Mal wirklichen Spaß mit Flash – ein Erlebnis, dass sich in den folgenden Tagen wiederholen sollte.