Montag, 12. April 2010

04.04.2010 - DAY 79

Florian und kochen. So ähnlich wie mit dem Skifahren, schaut es auch mit dem Kochen bei mir aus. Rein theoretisch sollte ich dafür viele gute Erbanlagen mütterlicher- und väterlicherseits in mir haben – doch wie beim Skifahren hatten sich diese noch nicht ganz herauskristallisiert. Ich entschied, dass musste endlich mal passieren und so steckte ich mir für das heutige Essen große Pläne: Fleisch. Fleisch ist etwas das ich noch nie zubereitet habe. Aus verschiedenen Gründen. Heute tat ich es jedoch und kreierte etwas das am ehesten einem Hühnergeschnetzeltem nahem kommen würde. Und es hat mir wirklich gut geschmeckt!

03.04.2010 - DAY 78

Ganz allein, alle haben mich verlassen. Ich versuche die guten Seiten zu sehen, so nach dem Motto das Glas ist halb voll und verwende den Tag um all die Sachen nachzuholen, die so liegen geblieben sind, während den letzte Tagen und Wochen. Wie immer sind dann meine Pläne größer las das was im Endeffekt dabei rausschaut…

02.04.2010 - DAY 77 - Happy Birthday Marlene!

Da Marlene und Hannes, am darauffolgenden Tag wieder nach Österreich abreisen mussten, entschieden wir uns dafür, den letzten gemeinsamen tag in Stockholm zu verbringen und so Marlenes 21 Geburtstag zu feiern.
Bild 01: Eindrücke aus dem sonnendurchflutetem Stockholm.

Wir hatten großes Glück mit dem Wetter und machten uns sofort nach der Ankunft auf, den „Skansen“ zu sehen. Ein riesiger Park, der neben Museen auch noch einen Zoo mit typischen schwedischen Tieren beinhaltete. An was wir allerdings nicht gedacht hatten war, dass es Karfreitag war und somit auch die schwedischen Familien [neben den vielen Touristen], Ausflüge machen würden. So war der Park zwar gerammelt voll, doch Marlene konnte ihren heißbegehrten Elch sehen, auch wenn dieser [im Frühjahr], kein Geweih präsentieren konnte.
Bild 02: Bären, Elche, Marlene, Hannes, Frühling und ich...

Aus unserem Shopping-Trip durch die Stadt wurde dann leider nicht wirklich was, da die meisten Geschäfte ohnehin geschlossen hatten… Nichtsdestotrotz hatten wir einen wirklich wunderschönen tag. Marlene und Hannes hatten wirkliches Glück mit dem Hotel und gemeinsam hatten wir ein fantastisches Geburtstagsdinner in einem indischen Restaurant namens „Mother India“. Haha…
Bild 03: Abendstimmung mit zwei Turteltauben.

01.04.2010 - DAY 76

Auch Wenn Väsetrås die sechstgrößte Stadt Schwedens ist, hat das noch nicht so viel zu sagen. Zu sehen gibt es hier nicht all zu viel und so kam ich etwas ins Schwitzen, als Marlene, Hannes und ich den heutigen tag planen mussten.Bild 01: Liebste Marlene und ich im "Freiluftmuseum" von Väsetrås. Foto powered by H.E.S.

Schließlich machten wir uns auf zum „Väsetrås Freilichtmuseum“, in dem heute am Gründonnerstag die „Osterhexe“ auftauchen sollte. Ja ihr habt richtig gehört, anstatt an einen Osterhasen zu glauben, haben die Schweden die Feiertage anscheinend etwas verwechselt… frage mich ob es wirklich so gruselig ist, wenn ein Hase zu Halloween durch die Gassen zieht, und sein Unwesen treibt…
Bild 02: Nun ja, was soll ich sagen? Die Bühne ist meine Welt ;) Foto powered by H.E.S.

Leider war die „Show“ schon vorüber, als wir dort eintrafen und das Museum selbst hatte nicht all zu viel zu bieten. Nach einem Einkaufsbummel durch die Stadt, setzten wir uns samt Eiscreme vor den „Fernseher“ und sahen den heurigen oscarprämierten besten Film „The Hurt Locker“. Ich habe leider noch keine Vergleichsmöglichkeiten, aber mich hat er sehr berührt…
Bild 03: Der Hannes und ich mussten für die Marlene posen... was dabei rausgekommen ist kann man hier begutachten... Foto powered by H.E.S.

Bild 04: Kinoplakat von "The Hurt Locker"

31.03.2010 - DAY 75

Dies sollte wahrlich ein Ereignisreicher Tag werden. Ungewohnt früh machte ich mich auf nach Eskilstuna, nur um dann einer falschen Vorlesung zu lauschen [lauschen ist falsch ausgedrückt, weil sie auf Schwedisch war]. Es ging um eine Ausstellungsgestaltung und ich fand erst später heraus, dass ich für diesen Kurs nicht vorgesehen war. Erst nachdem ich den Professor, der mich nicht kannte und noch nie von mir gehört hatte, überzeugen konnte, das ich in seinem Kurs bin… Dieses Sprachtalent ist wirklich nützlich…

Auch wenn die Organisation etwas hinkte, trafen früher oder später meine österreichischen Kollegen Ursula und Kerstin, samt boyfriends Gerhard und Michi in Eskilstuna ein. Ich zeigte ihnen die Uni und zusammen machten wir einen kleinen Spatziergang durch die Stadt und krönten unsere Tour mit einem Kaffee in meinem Lieblingscafé in Eskilstuna.

Mein Sprachtalent musste an diesem Tag ein weiteres Mal zum Einsatz kommen, als ich nämlich den Busfahrer der Uni-Linie überreden konnte, die vier ohne eine Gebühr mit nach Väsetrås zu nehmen. Als wir nach der 45 minütigen fahrt ankamen, in der fast jeder von uns eingeschlafen ist, trafen wir auf Marlene und Hannes, die sich die zeit während meiner Abwesenheit mit Sightseeing vertrieben hatten. Sie wussten nun definitiv mehr über Väsetrås als ich je wissen werde…

Zusammen hatten wir dann alle ein Mittag/Abendessen in einem netten Asian-Fast-Food Restaurant… Und hieß es bald auch schon Abschied nehmen ;( und ich musste mich bei Ursula & Co. verabschieden…

Sonntag, 11. April 2010

30.03.2010 - DAY 74 - Flo's Going To Lappland 05

Mit Verspätung kamen wir schließlich am Bahnhof in Stockholm an, wo wir dann auch unser Frühstück einnahmen. Ich hatte leider keine wirkliche Möglichkeit gehabt zu duschen, und deshalb fühlte ich mich nicht wirklich ausgeglichen. Die Menschen, die mich gut kennen wissen, dass ich meine morgendliche Dusche brauche, um mich den restlichen Tag gut zu fühlen.
Bild 01: Die Schlafsituation im Zug ist vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig und man sollte auch recht kletterfreudig und schwindelfrei sein - mir hat es jedoch gefallen...

Reisen werden nicht großartig, wegen den Orten die man besucht, sondern wegen den Menschen, mit denen man sie erkundet.
powered by me ;)

In Västeras angekommen musste ich als erstes einmal Kraft sammeln. So ein Reise, auch wenn man genug schlaf bekommt, ist wenigsten für mich recht anstrengend. Zudem wollte ich ausgeruht sein, wenn meine Gäste eintrafen.

Und dann war es auch schon soweit. Am späten Nachmittag, holte ich Marlene und Hannes vom Bahnhof ab, die schon am Samstag nach Schweden gekommen waren und nach zwei Tagen in Stockholm und einer Nacht in Uppsalla, ihren Weg zu mir gefunden hatten. Nach dem gemeinsamen Einkaufen, kochten wir zusammen eine von Marlenes großartigen Kreationen und sprachen bis tief in die Nacht.

29.03.2010 - DAY 73 - Flo's Going To Lappland 05

Nach einem Frühstück hieß es Abschiednehmen. Zu diesem Zeitpunkt konnte ich dieses verträumte Wintermärchen noch nicht ganz wertschätzen. Wie dem auch sei, der Bus brachte uns von einem fantastischen Traum zu einem fanatischen Alptraum, auch bekannt, als „The Santa Clause Village“.
Bild 01: Das Haupthaus von Korvala, in dem wir immer unser Frühstück und Abendessen einnehmen durften.

Der Höhepunkt des Besuchs war sicherlich das Postkarten Schreiben, an all meine Lieben, doch dann ging es immer mehr bergab. Ich bereu nicht dieses Dorf besucht zu haben, denn als abschreckendes Beispiel sollte man es gesehen haben. Wie ich gerne sage, fand ich es wie eine groteske Mischung aus der Idee des „echten“ Santa Dorfs und einem billigen Las Vegas. Min. 90% der Fläche wurden von Shops eingenommen, den Rest bildete Santas Büro, das wir per Termin besuchen durften. Was man „Santa“ zugestehen musste, das er es nicht leicht hatte, mit annährend 50 Studenten aus den verschiedensten Nationen, doch er konnte den meisten auf ihrer Sprache Hallo sagen - was wohl das 1x1 seiner Rolle sein musste.
Bild 02: Von dem "Santa Clause Village", habe ich garkeine Fotos gemacht. Stattdessen, zeige ich euch, was für ein Glück, wir mit unserer Cottage hatten.

Nach einem kurzen Abstecher in Lulea [hab ich mir irgendwie Größer vorgestellt], bestiegen wir abermals den Nachtzug nach Stockholm. Diesmal hatte der Zug etwas mehr zu kämpfen und das spürte ich auch etwas während der Nacht. Trotzdem muss ich sagen, dass die Nacht wirklich angenehm war und ich abermals großes Glück mit meinen Kabinenkollegen hatte.
Bild 03: Lulea und die blödelnden Ayse und Alberto.