Freitag, 5. Februar 2010

02.02.2010 - DAY 18

Der Tag war wirklich stressig. Ich war die gesamte Zeit an der Uni, während meine beiden Zimmerkumpaninnen, nochmals nach Stockholm fahren konnten. Mit meiner Abgabe, die am Mittwoch fällig war, wollte es nicht so recht klappen – ich muss sagen, dass ich den Aufwand unterschäzt hatte. So musste ich Abends noch ein paar Stunden ran, um ein halbwegs ansehnliches Produkt zu schaffen, das wenigstens zeigen würde, das ich auf dem richtigen Weg war.
Bild 01: Meine Vespidae Adulterina, der Einzelteile schon fertig - aber noch nicht zusammengesetzt sind.

In der Mittagspause habe ich zum wiederholten Male versucht, meine Bestellungen beim Art-Shop in Eskilstuna abzuholen. Wieder einmal waren sie noch nicht angekommen. Diesmal jedoch entstand keinerlei Groll in mir, denn er Chef des Geschäftes erzählte mir, dass sein Sohn, der auch dort arbeitete, gestern, also an Papa seinem Geburtstag Vater geworden war – damit war die Welt für mich im Reinen – Wassermänner [und Frauen], braucht die Welt!

Dummerweise bin ich erst heute drauf gekommen, das ja ein paar meiner Kollegen aus Stockholm kommen und die Stadt dann wie ihre Westentasche kennen. So hätte ich Madeleine früher nach Geheimtipps und „Must-See’s“ fragen sollen…

01.02.2010 - DAY 17

Papas Geburtstag – und ich bin nicht da. Ja ich weiß, das ist nicht so schlimm, aber ich hätte ihn lieber persönlich gratuliert und umarmt und ihm alles Gute gewünscht und nicht nur eine Karte geschickt.
Bild 01: Magda und Johanna vor dem Tor zur deutschen Kirche auf der Gamla Stan.


Ich bin hier in Schweden um zu studieren, aber auch um das Land, die Leute und die Kultur kennen zu lernen. Und genau das habe ich heute gemacht. Mir ist es ein Bedürfnis, so viel Zeit wie möglich mit Magdalena und Johanna zu verbringen, wie irgend möglich – deshalb habe ich auch beschlossen, sie auf ihrem Ausflug nach Stockholm zu begleiten.
Bild 02: Der Platz des Nobelmuseums auf der Gamla Stan. Im Haus gnz rechts, hatten wir Lunch.

In den letzten Tagen, habe ich viel über Stockholm gelesen. Was auch das „Venedig des Nordens“ bezeichnet wird, wird in meinem Reiseführer in den schillerndesten Farben beschrieben.
Bild 03: Zwischen der Gamla Stan und Södermalm.

Eine Metropole, die auf nicht weniger als 14 Inseln errichtet ist und an der Mündung des "Mälaren" in das Baltische Meer, errichtet ist. Ein Drittel der offiziellen Stadtfläche füllt Wasser aus und ein Weiteres wird von Parks und Grünanlagen eingenommen [die jetzt im Winter, wie alles andere natürlich weiß sind].
Bild 04: Blick von der Gamla Stan nach Norden, nach Norrmalm.

Die Reise begann aufregend: nachdem wir es schafften den ersten Zug zu verpassen, hielt der Zweite genau eine Station vor unserem Ziel an und wir wurden aufgefordert, den Zug wegen eines Unfalls oder dergleichen zu verlassen. Nun saßen wir drei auf einem Busbahnhof irgendwo in der Pampa fest.

Wir machten das Beste aus der Sache. Setzten uns in irgend einem Bus und fuhren eben soweit, dass wir bei einer Haltestelle, in die „Tunnelbana“ [die U-Bahn Stockholms] einsteigen konnten, die uns dann wohlbehalten ins Zentrum der Stadt brachte.
Bild 05: Die Tunnelbana.

Dort angekommen war unser neues Ziel die „Gamla Stan“ [eine Insel der Stadt und die Altstadt zugleich – Gamla Stan bedeutet auf Schwedisch auch „alte Stadt“]. Auch wenn wir zu Beginn in die falsche Richtung gingen, fanden wir ohne größere Umwege unseren Weg.
Bild 06: Altstadt der Gamla Stan. In dieser Kirche wird sich Viktoria von Schweden und ihr Verlobter am 19.06.2010 das Jahrwort geben.

Wir kamen mit der Tunnelbana in „Norrmalm“ [Eine weitere Insel und das kosmopolitische Zentrum der Metropole] an. Hier schlagen Einkaufsherzen höher – man findet alle Shops mit Rang uns Namen und wie in der ganzen Stadt, an jeder zweiten Ecke einen H&M. Wenn H&M aus Schweden kommt, dann ist Stockholm seine Hauptstadt.
Bild 07: Spielgelkabinett in einem extrem coolen Shop.

Auf der Gamla Stan angekommen, schlenderten wir durch die typischen Tourismusgassen, bis hin zum „Kungliga Slottet“ – zum königlichen Schloss der Stadt. Nachdem wir unseren Sehenswürdigkeiten - Drang fürs erste gestillt hatten, gönnten wir uns einen ausgezeichneten „Lunch“, direkt neben dem Nobelmuseum im Herzen der Insel.
Bild 08: Touristengasse auf der Gamla Stan.

Am Nachmittag besichtigten wir dann den „hipperen“ Teil der Stadt: „Södermalm“. Die Insel, die im Süden der Gamla Stan liegt.
Bild 09: Ein bischen Spass muss sein. Das "Trio Infernal".
Auch wenn wir von ihr, so wie von der ganzen Stadt noch nicht wirklich viel sehen konnten – das was ich sah, gefiel mir schon sehr gut. Es waren fast nur junge Leute unterwegs und man merkte irgendwie das man auf einer Insel war, keine Strasse war ganz gerade, überall gab es Erhöhungen usw. Auch die Shops, waren nicht ohne.
Bild 10: Einkaufsstrasse auf Södermalm.

Müde, aber glücklich machten wir uns schließlich auf den Rückweg zum Bahnhof. Ja ihr habt richtig gehört. Wir haben bis auf die Anreise, den ganzen Tag kein öffentliches Verkehrsmittel verwendet. Denn eine sehr gute Freundin von mir hat einmal gesagt, als ich mit ihr in München war: Man muss eine Stadt ergehen um sie wirklich kennen zu lernen. Und da hast du recht Anahita – wie so oft!
Bild 11: Shooting vorm Eingang des „Kungliga Slottet“.
Der Zug mochte uns nicht wirklich und so mussten wir länger auf einen neuen warten, als die Fahrt gedauerte hätte. Als wir dann endlich schon etwas schlecht gelaunt in Västeras ankamen, mussten wir auch noch zu Fuß zu meiner Wohnung/Zimmer gehen, da wir den letzten Bus verpasst hatten. Trotz dem Marsch und der Kälte, bauten wir uns gegenseitig mit Songs auf und riskierten eine Anzeige wegen Ruhestörung.
Bild 12: Posing und "Öffentliches Ärgernis" ;)

31.01.2010 - DAY 16

Nachdem ich mich mehr oder weniger ausgeschlafen habe, und es geschafft habe den Vormittag irgendwie mit Nichtstun zu verbringen, hatte ich das großartige Vergnügen, eine meiner besten Freundinnen Magdalena und ihre reizende Schwester Johanna um etwa 14:30 vom Bahnhof abzuholen. Die beiden würden etwa eine Woche bei mir bleiben, bevor sie wieder die Heimreise antreten müssen.

Leider hatte ich noch was für die Uni zu machen, und großartig, wie die beiden nun mal sind, haben sie den Part des Kochens übernommen und mich währenddessen meinen Studien überlassen.
Bild 01: Magda und Johanna in meiner "Küche".

Auch wenn ich selten Heimweh habe, muss ich sagen, dass mich der Besuch von Magda und Johanna oft an zu Hause denken lässt. In Österreich beginnen jetzt die Semesterferien. In Graz werden Abschiedspartys veranstaltet und in Kärnten finden sich alle meine Lieblingsmenschen zusammen. Ich denke an das was ich vermisse, an meine Familie und Freunde und an das Leben, das ich dort führe, und das von der Weite noch großartiger erscheint, als es eigentlich schon ist.

28.01.2010 - DAY 13 NACHTRAG


Ich habe mir gedacht, dass an diesem Tag nichts Aufregendes passiert ist. Was ich jedoch festhalten möchte, ist eine kleine Veranstaltung, an der der Lucas und ich teilgenommen haben.

Bild 01: An einem großen Tisch trafen sich die Zeichenbegeisterten ein und gaben ihr Bestes.

„Illustrate Your Word“ ist eine Zusammenkunft von Zeicheninteressierten und findet in unregelmäßigen Abschnitten im „Karen“, dem Gebäude der Student-Union statt. Obwohl wir den ganzen Tag zeichneten, konnten wir es nicht riskieren diesem Treffen nicht beizuwohnen. Neben einem Gemeinschaftsplakat, das alle gestalten konnte, fertigte jeder seine eigenen Skizzen an. Dazu gab es „Fika“ und neue Bekanntschaften.

Bild 02: Das Gemeischaftsplakat. Das "S" bei dem die Farben nicht mitspielen wollten, ist von mir.

Mittwoch, 3. Februar 2010

30.01.2010 - DAY 15

Anstatt etwas für die Uni zu tun, wie eigentlich beschlossen, fuhren Lucas und ich, nachdem ich mich endlich mal ausschlafen konnte, zum Shopping-Center „Hälla“, bei dem sich auch Väsetras’ IKEA befindet.

Wir beide schafften es zum vereinbarten Zeitpunkt zu spät zu kommen – ich, weil ich den Bus verpasste, und Lucas weil er es schaffte, zu Beginn in die entgegengesetzte Richtung zu fahren.

Am Abend fand wenigstens für mich, die erste ERASMUS Party statt. Zu Beginn, schien die Stimmung nicht wirklich in Schwung zu kommen. Die Party fand in einem Gemeinschaftsraum/Keller einer anderen Student-Accomodation statt und dort befand sich auch ein Tischtennistisch. Ich nahm am „Rundlauf“ teil, der sich langsam bildete und nach einer gewissen Zeit [nachdem ich alle anderen besiegte ;)], wurde die kollektive Stimmung immer besser und ich hatte riesigen Spaß.

Die Schweden die ich dort kennenlernen durfte, hatten allesamt ein paar Attribute gemeinsam: sie liebten es zu tanzen [und konnten das auch alle], sie waren extrem nett und offen, und sie sprachen [ja das hab ich schon oft erwähnt], alle extrem flüssig englisch.

Ich verließ die Party trotzdem nicht all zu spät, denn ich wollte ja schließlich ausgeschlafen sein, für meine zwei Ehrengäste die am Sonntag ankommen würden.

29.01.2010 - DAY 14

Wer mich kennt, kennt auch meine seltsame Eigenheit, spätestens nach der morgendlichen Dusche gut gelaunt zu sein. Heute war das nicht so – warum auch immer. Doch zwei wirklich „sehr gute“ Nachrichten, erhellten mir den Tag und befreiten meine Mitmenschen von meinem Groll.

Um eben diese zu Freude feiern, machten Lucas und ich in der Mittagspause unseren ersten und sicherlich nicht letzten Shopping-Trip in Eskilstuna. Ein Shop namens „Carlings“, hat es mir sehr angetan. Und neben den großartigen Stücken war auch das Wort „REA“[Sale], das viele Teile zierte, einer der vielen Gründe warum ich Geld dort gelassen habe.

Donnerstag, 28. Januar 2010

27.01.2010 - DAY 12

Nachdem ich viel zu frueh in auf der Uni in Västeras war und auf die Dame warten musste, die mir das Labor aufsperrte, verbrachte ich den Vormittag damit, meine Vespidae Adulterina fertig zu skizzieren. Als mich das Engagement schliesslich verliess, gab ich mein Fahrrad zurueck und nahm den Bus nach Eskilstuna.

Dort angekommen sezte ich die einzelnen Teile meines Objektes am PC zusammen, nur um dann rausfinden zu muessen, dass die Drucker mich nicht mochten und nichts von dem was ich ihnen schickte, ausgedruckt wurde.

Bevor ich endlich nach Hause kam, hatte ich noch ein paar Erledigungen in Västeras. Nach so einem Tag bin ich fuer rein gar nichts mehr zu gebrauchen.